Von der Mine zum Markt – Die erstaunliche Geschichte des Aquamarin-Edelsteins

Von der Mine zum Markt – Die erstaunliche Geschichte des Aquamarin-Edelsteins

Viele von uns besitzen wunderschönen Schmuck, der aus einer Vielzahl von Edelsteinen besteht. Vielleicht haben auch Sie ihre Schönheit irgendwann einmal zu schätzen gewusst. Aber haben Sie sich jemals gefragt, woher diese Steine kommen? Wie werden sie hergestellt? Lernen wir etwas über einen der am meisten bewunderten Halbedelsteine: Aquamarin.

Wie der Name schon sagt, variiert die Farbe des Wassers von hellblau-grün bis tiefblau mit einem grünlichen Schimmer.

Wie entstehen sie in der Natur?

Aquamarin wird aus zwei Hauptbestandteilen hergestellt: Beryll und Eisen.

Beryll besteht aus Berylliumaluminiumcyclosilikaten, die sich in Lagerstätten befinden, die als Granitpegmatite bekannt sind. Bei diesen Pegmatiten handelt es sich um große Strukturen, die aus ineinandergreifenden Mineralien und Gesteinen bestehen. Da sie hohe Granitvorkommen enthalten, werden sie manchmal durch natürliche geologische Prozesse nach außen gedrückt. Abhängig von den Verunreinigungen entstehen unterschiedliche Farben wie Gelb, Weiß, Rot, Grün und Blau. Doch in seiner reinsten Form ist Beryll farblos.

Wenn Beryllablagerungen in Gegenwart von Eisen gegossen werden, verfärben sie sich im Kristallisationsprozess türkis oder blau und bilden die Grundlage für Aquamarin-Edelsteine.

Woher kommt der Aquamarin-Edelstein?

Allerdings ist Brasilien ein wichtiger Lieferant und wurde zur Aquamarinhauptstadt der Welt erklärt. Verschiedene Regionen produzieren unterschiedliche Aquamarinfarben. Beispielsweise produziert die Mine Santa Maria de Itabira in Brasilien einen seltenen, intensiv blauen Aquamarin-Edelstein, während die Mine Espirito Santo einen blauen, aber nicht leuchtenden Edelstein produziert.

Aquamarin in Etappen: vom Rohstein zum polierten Edelstein

Aquamarin vollendet den langen Weg vom rohen zum polierten Edelstein. Dieser Prozess erfordert unzählige Arbeitsstunden und einen enormen Aufwand.

Der Abbauprozess beginnt mit der Untersuchung des geologischen Standorts und der Bewertung der Umweltauswirkungen der Mine, die möglicherweise Aquamarinerz liefern. Das identifizierte Gelände bewegt sich dann sanft in einer sanften Wellenbewegung über die Meeresoberfläche. In diesem abgegrenzten Bereich befindet sich ein metamorphes Gestein, das aus Pegmatit-Adern besteht, was zu Aquamarinkristallen führt.

Dieses Mineral kommt in vielen Facetten vor und enthält Einschlüsse. Pegmatitadern werden im Tagebau mit pneumatischen Werkzeugen wie Presslufthämmern, Meißeln und Leitern aufgebrochen. Abschließend erfolgt ein kompletter Abbauvorgang mit einem Bulldozer.

Wenn die Edelsteine vom Gestein getrennt werden, werden sie gesammelt und mit Wasser gewaschen. Alle Steine sind beim Ausheben uneben und unansehnlich. Alle Reinigungsprozesse sind umweltfreundlich, ohne den Einsatz giftiger oder schädlicher Chemikalien. Der aus der Mine gewonnene Stein wird roher Aquamarin genannt.

Diese Rohedelsteine durchlaufen die folgenden Techniken, bevor sie in polierte Edelsteine umgewandelt werden.

KLASSIFIZIERUNG – Steine werden nach Größe (groß oder klein), Farbe (blass bis lebhaft), Reinheit (reich oder makellos) und Schliff (Kristallstruktur ist sechseckig bis hexaedrisch) klassifiziert. Farbenprächtige Steine werden am meisten bevorzugt, während helle Steine individuell zu preiswertem Schmuck verarbeitet werden.

Edelsteinverarbeitung – Dies ist einer der wichtigen Schritte bei der Umwandlung eines Rohsteins in einen schönen und attraktiven Edelstein. Dieser Prozess erfordert viel Erfahrung, Aufwand und Potenzial. Der Stein wird auf einer Platte umrissen und die Form entsprechend seiner Elastizität geschnitten. Wenn ein Aquamarinstein frei von Einschlüssen ist, aber Risse aufweist, wird der Vorgang des Trennens mit einem Diamantsägeblatt im Allgemeinen als „Sägen“ bezeichnet. Ein Edelstein von guter Qualität sollte durchscheinend, transparent und frei von Mängeln wie Kratzern sein.

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